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FL-Project

Florian Linckus

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1

Friday, September 3rd 2010, 5:06am

Erfahrungsbericht, Mac OSX Snow Leopard am PC.

Liebe Forenuser,

ich möchte mit euch mal einen kleinen Erfahrungsbericht teilen. Als ehemaliger Apple-Gegner bzw verweigerer habe ich nun das Experiment gewagt: Ein vollständiges Mac-System auf meinem PC zu installieren, dass einem MacPro gleicher Wertung in nichts nachsteht, sogar in gewissen teilen noch davor liegt.

Bevor man nun dieses Experiment wagt muss man sicher natürlich erst einmal erkundigen ob das System Mac zulässt. Auf den gängigen Intelsystem sollte eine OS X 10.4.6 Installation kein Problem darstellen. Allerdings sind kleine Faktoren zu beachten. (Grafikkarte, CPU etc)

Mein System:
CPU: Intel Core i7 920 (@2,8Ghz)
MB: Gigabyte X58A UD7
RAM: 12GB Triple Channel Corsair XMS 3 DDR3 RAM (1333Mhz)
Testfestplatte: Samsung S160JJ (7200U/min, SATA-2)
Hauptplatten: (Windows) WD Black Edition 500GB, Samsung 250GB. Samsung 500GB, WD Mybook 500GB, WD Mybook 1TB
Grafik: Nvidia Geforce GTX280 AMP!
Netzteil: Arkangel 850W

Sicherlich ist alles Hackingtosh bekannt, gecracktes Mac OSX zum Installieren auf PCs. Die heutige Zeit lässt allerdings andere, legalere Methoden zu. So lädt man sich einen Bootloader (iBoot Supported in meinem Fall) der zulässt das man die Installation von einer originalen Mac OS X Snow Leopard DVD starten kann. Gesagt getan, ich habe also die 29EUR ausgegeben... wäre es ein Fehlkauf gewesen zwecks inkompatibilität = PGH... ;)
Bevor ich iBoot nutzen kann muss ich im Bios die Festplattenverwaltung von IDE auf AHCI umstellen. Das wars schon.
Nun starte ich via F8 von der CD und es öffnet sich ein Bootloader namens Chameleon (hier in der Version 1.53). iBoot CD raus, Mac OSX rein.
F5 gedrückt und von der CD gestartet. Nun kommt das normale Installationsmenü. Die Festplatte musste ich natürlich noch als Mac (Journaled) einrichten. Die Installation folgt unter GUID.
2 Partitionen erstellt und los gehts. Ca 30min später der 1. Start. CPU richtig erkannt, RAM nur 4GB nutzbar, 12GB erkannt und als OK befunden. Grafik erkannt und 1080p anzeige stimmt. DVD abspielen war zB noch nicht möglich da kein richtiger Grafiktreiber vorhanden war.
So, nun via LAN-Kabel ins Netz und Kext-Utility heruntergeladen. Gleichzeitig gleich mal Firefox. Ganz wichtig waren noch ein aktueller Chameleon Bootloader, 2.0 RC5 in meinem Fall.
Außerdem auf kexts.com diverse Treiber für mein Mainboard heruntergeladen und via Kextutility installiert. Danach das Mac OSX Update installiert. Gleichzeitig noch Multi-Beast geöffnet. Nach dem Mac Update dann Multi-Beast genutzt und installiert, sowie den Chameleon Bootloader.
Neustart. Willkommen im aktuellen Mac OSX 10.6.4! Systemeigenschaften überprüft und noch einen Grafiktreiber nachinstalliert, einen allgemeinen, da für meine Karte kein direkter Mac-Treiber vorhanden ist, also wieder ein kext gesucht, gefunden und installiert.
Neustart. DVD Abspielen möglich. Grafik und leichter Belastungstest via Starcraft II. Bestanden, höchste Einstellungen, kein ruckeln etc. Nun sind auch die 12GB RAM voll nutzbar.
PS: Der Chameleon Bootloader überschreibt den von Windows nicht, er lässt aber zu das man beide Systeme paralell nutzen kann. Ich kann vom Chameleon selbst im AHCI Mode auf Windows zugreifen, auch da keine Probleme etc.

Der Grund für diesen Test:
Ich bin wie gesagt vom Apple-Gegner zum Apple-Jünger geworden. Das iPhone 4 hat mich als erstes überzeugt.
Allerdings bin ich kein Fan von Apples Preispolitik weil ich immernoch denke das deren Produkte völlig überdreht in den Preisen sind und nicht unbedingt die Leistung mit sich bringen die mein PC System erbringen kann. Grundsätzlich ja, in kleinen Punkten wie zB der Grafik liege ich vor dem Apple-Standart. Zumal der Preis für RAM bei Apple zB einfach nur lächerlich ist. Ein gleichwertiger Apple-Mac würde ca. das 3-fache kosten und ich würde garantieren das der Leistung im Vergleich nichts nachstehen würde.

Fazit: Nichts ruckelt, nichts crasht, keine Bluescreens mehr. Und dazu ein tolles Betriebssystem. Auch wenn sich das ganze in einer Grauzone bewegt bin ich sichtlich stolz auf die Leistung und Performence die jetzt aus dem System herausgeholt werden kann.
Verbesserungswürdig: Steinberg sollte schleunigst ein Update auf 64bit für Cubase (mac) bringen.

Ich werde das ganze in nächster Zeit nochmal neu machen, da ich mir eine Raptor für die Mac-Partition holen will. 10400u/min geht die Katze ab im Sack. :D

Saxer

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2

Friday, September 3rd 2010, 7:20am

interessante sache!
mal eine frage: du sagtest, du hast übers netz das mac osx aktualisiert. funktioniert das über das software-aktualisierungs-menü? da erkennt apple ja "seine" rechner und läd je nach update verschiedene osx-komponenten speziell für den entsprechenden rechner nach. funktioniert das auch bei einer freien konfiguration?
die angst, dass bei updates plötzlich systeminkompatibilitäten auftreten, würde mich zur zeit abhalten, so etwas als hauptmusikrechner zu installieren.

FL-Project

Florian Linckus

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3

Friday, September 3rd 2010, 8:09am

Moins,

die updates die ich bisher gemacht habe gingen über das softwareupdate. Sollte es mal zu komplkationen kommen hast Du immernoch die iboot cd ;) kommst garantiert ins mac und kannst gewisse anpassungen wieder tätigen. Andere User nutzen das ganze schon ewig und hatten bisher keine Probleme. Er gaukelt eben Apple vor das es einer von ihnen sei ;) und zur not lässt du updates 2-3 tage und googlest ob jemand probs mit hatte.

Es gab oder gibt auch eine Firma die Apple-PCs vertreibt. Waren ein paar Studenten, die haben im 1. Geschäftsjahr 1,5 Millionen EUR Umsatz gefahren. Selbst dagegen ist Apple nicht vorgegangen. Sie Studenten verkauften die Firma inzwischen aus Zeitgründen. Ich bin eh der Auffassung das Apple das OS endlich freigeben sollte. Apple müsste schon auf komplett neue Technik umsteigen das dieser Trend gestoppt wird. Intel basierende Systeme haben wie ich im 1. Post ja schon sagte zum Teil 90% der gleichen Hardware bzw deren Chipsätze verbaut. Von daher darf man sich nicht scheuen es zu probieren. Es funktioniert. =)

Ein Mac in meiner Klasse würde übrigens um die 4700EUR kosten, der RAM allein 1700EUR... mein Ram hat 350EUR oder so gekostet und ist im Prinzip der gleiche...

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Vasquez

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4

Friday, September 3rd 2010, 9:31am

Interessant zu lesen FL-Project. Jedoch komme ich nicht umhin mit einigen Mythen aufzuräumen.

Der Preis-Joker wird von der PC-Gemeinde immer gern gezogen - dabei aber immer "Kleinigkeiten" unterschlagen. Ich mache mir mal die Mühe - obwohl ich weiß das es wieder in einem blöden OS-Flamewar enden wird - das alles mal etwas zu relativieren. :)

Mein nagelneuer iMac Core i7 mit 16 GB Ram, 1TB Platte und aktuellster Grafikkarte hat mich bei Cancom 2900 Euro gekostet. Zu der Zeit gab es bei den Händlern keinen kaufbaren i7 Desktop PC. Davon hat mich der Speicherausbau 760 Euro gekostet. Im Preis enthalten ist eine 3 Jahres Vor-Ort Garantie von Cancom die für ihre Zuverlässigkeit unter Macusern einen Namen hat. Bei einem Produktivsystem ist das eine Selbstverständlichkeit. Schliesslich muss ich damit Geld verdienen. Beim RAM muss auch immer beachtet werden das man bei den iMacs da nicht immer die freie Wahl hat wenn man keine Probleme haben will (wird dir jeder Apple Service Techniker gern mit Freuden erklären).

Wie dem auch sei. Was unterschlägst du bei deiner Rechnung:

- Du hast keinen 27" Monitor mit der für DAWs genialen Auflösung von 2560x1440 in Apple Qualität. Im Januar kosteten solche Geräte von einem Marken-Hersteller immer noch um die 450 Euro.

- Wenn du dir deinen Rechner selbst zusammenschraubst musst du die Lizenz für das Betriebssystem kaufen: Für ein Produktivsystem mit Zukunftssicherheit ja Windows 7 64 Kosten: 100 Euro

- Du brauchst für einen Produktivrechner ein sinnvolles Backupsystem. Time Machine wird mitgeliefert. :)

- Lautstärke: Will ich den Lärm eines PCs wenn ich die Lautlosigkeit eines 27er iMac kennen und schätzen gelernt habe? Antwort: nein. Entsprechende Silent-Produkte auf dem PC-Sektor treiben den Preis erheblich in die Höhe.

- Leistung: Ist unter Logic 9 über jeden Zweifel erhaben. Ich kann 8 Instanzen Kontakt a 16 Spuren mit allem befüllen was ich will. Hinzu kommen zig Instanzen AltiVerb, SpaceDesigner etc da geht nix in den Keller man hat immer noch Reserven.

- Dann kommt noch hinzu das man für ein jungfräuliches PC-System ja kaum Software mitgeliefert bekommt. iLife? Das geniale Automator-Programm? Dashboard? iSync? Oder das unverzichtbare Vorschau? Quick-Look? Alles Fehlanzeige. Sicherlich man kann das durch frickelige Share oder Freeware auf dem Windows-System nachrüsten. Aber will man das auf einem System mit dem man arbeiten muss und Geld verdienen will?

Aber das bringt mich zum wichtigsten Punkt der gerne beim Preis-Argument vergessen wird: Die Konfiguration, der Zusammenbau das sich mit den tief verschachtelten Dialogen und Menüs beschäftigen müssen in Windows. Treiberinstallationen, Aktualisierungen. Als jemand der über Jahre hinweg PCs zusammengebaut und vertickt hat und dem quasi sein Umstieg auf Mac wie ein Ruhestand vorkommt kann ich nur sagen: Nie wieder würde ich mir das antun. Dazu ist mir meine Lebenszeit, meine Nerven einfach zu kostbar. Diese ganze Zeit wird nicht eingerechnet. Also ich habe einen relativ guten Stundensatz den ich aufrufe. :)

Auch gerne vergessen: Der Wiederverkaufswert eines Macs. Ich bin immer wieder überrascht was für Kurse auf Ebay aufgerufen und gezahlt werden für gebrauchte Macs. Wie sieht es da mit 2 Jahre alten PCs aus die selbst zusammengebaut wurden? ;)

Nicht falsch verstehen ich sehe dein Experiment eben als das an was es ist: Du willst eigentlich ja einen Mac Pro und schielst irgendwie in die Ecke aber willst den Preis nicht zahlen. Aber mal ehrlich: Wer sich ein iPhone 4 leisten kann sollte damit doch dann wirklich keine Probleme haben oder? Mich hat das iPhone 4 übrigens auch sehr überzeugt. ;)

Wenn man sich das alles überlegt und vernünftig gegenrechnet ist ein Mac nicht teuer - er ist schlicht seinen Preis wert.

Ich lese gerade: Du installierst Spiele auf einem Produktivsystem? o_O Also ist der Aufwand nur für Fun? Auf meinem Arbeitssystem kommen keine Spiele, Shareware, Beta-Software aus dubiosen Quellen. Das ist ja haarsträubend.

Ok lassen wir Zahlen sprechen (ich habe jetzt nur bei den billigsten Anbietern schnell mal nachgeschaut - natürlich kann man die Sachen bestimmt um den einen oder anderen Zehner billiger bekommen):

Dein benutztes Mainboard: 280 Euro
Dein Netzteil: 84 Euro
Dein Prozessor: 250 Euro
Dein RAM: 284 Euro
Deine ganzen Festplatten kann ich nur schätzen: ich denke mal so um die 250 Euro
Grafikkarte: 220 Euro
Vergleichbarer 27 Zoll Monitor: ca. 350 Euro
Windows 7 Lizenz: 100 Euro

Sind 1818 Euro. Beachten im Januar war das alles noch deutlich teurer - vor allem die i7 Prozessoren. Also sind wir fair und nehmen rund 2300 Euro. Darin sind nicht eingerechnet: Versandkosten der Komponenten, Zusammenbau, Konfiguration. Und das beste: Man hat dann immer noch kein lizensiertes Mac OSX :)

Ich habe 600 Euro mehr gezahlt und habe eine 3 Jahres Vor Ort Garantie. Ich habe die ganze auf den Mac abgestimmte Software schon installiert. Ich muss mich null um Treiber oder Sicherheit kümmern. Ich habe keine surrende Kiste unter oder auf dem Tisch. Hatte ich die sehr geile Bluetooth-Tastatur schon erwähnt die man da mit zu bekommt? ;)

Was das alles mit deinem Erfahrungsbericht OSX auf PC-Hardware zu tun hat? Nix. Du bewegst dich da rechtlich in einer Grauzone. Liest man die AGBs von Apple bist du mit einem Fuss schon über eine gewisse Grenze. Würde ich mit einem Hackintosh arbeiten wollen? Nein. Ich wollte mit meinem Bericht nur Alternativen aufzeigen. Wenn das alles nur ein Experiment aus Spass deinerseits war - dann sorry - aber dann war es ein teurer Spass.

So - lets the Flamewar begin ;)

FL-Project

Florian Linckus

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5

Friday, September 3rd 2010, 11:04am

Ich nehme deine Meinung zur Kenntnis, nur teilen tu ich sie nicht. Fakt ist, das Apples Produkte einfach überteuert sind. Auch wenn die Leistung grandios ist. Einen iMac würde ich mir generell nicht zulegen, ich bin kein Fan dieser AllinOne Combos, egal ob PC oder Mac. Wenn würde sich sicherlich mal ein MacPro dazugesellen. Dort habe ich mehr Freiraum was die Hardware angeht.

Und so teuer ist das iPhone 4 nicht, abgesehen vom Vertrag. 34,95EUR =) Und selbst da gibt es Punkte an denen ich sagen muss. Okay,... es gibt günstigeres und besseres. Aber es ist nen tolles Telefon und ich will es sicherlich nicht missen.

BTW: Ich arbeite auf einem 32 Zoll FullHD Display sowie einem 23er LG FullHD für Videobild. =) Vielleicht nicht so Brilliant wie das Applescreen,... aber es lässt sich arbeiten. Und letztendlich kann die Technik noch so gut sein. Zählen tut das was bei herauskommt =)

6

Friday, September 3rd 2010, 11:19am

Das Geile an nem Mac ist in der Tat primär auch das BS.

Deswegen wär ich schon froh, wenn ich auf meinem PC das MacBS hätte.
Aber ich bin Soundbastler. Kein PC-Bastler.
Zwar würd ich das noch hinbekommen. Aber das ist mir alles zu wackelig.

Der PC, den ich jetzt habe, ist auch mein letzter PC.
Der Mac ist nicht perfekt. Aber ein Windowsrechner ist auch definitiv meilen weiter davon entfernt.

Dicker fetter Pluspunkt: Bei nem Mac ist Hardware und die Standardsoftware aus einem Haus.
Ich hab mal für MS im Support gearbeitet. Ich weiß, wie man Kundenpingpong spielt.
Da steht man als Kunde gern schon mal im Regen.

Auch wenn die Unterschiede immer schmaler werden.
Für mich heisst es aus schlechter Erfahrung: Mac ist immer noch die erste Wahl für Tonstudios.
______
---Ich bin Atheist.
Gott sei Dank---

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