You are not logged in.

The guest access to this forum was limited. Overall there are 12 Postings in this thread.
To read them all you should register yourself.

Guten Tag lieber Gast, um »Neotrax.de« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, solltest Du dich erst registrieren.</br> Benutze bitte dafür dasRegistrierungsformular, um dich zu registrieren. Falls Du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst Du dich hier anmelden.

mathias

mathias

  • "mathias" started this thread

Posts: 14

Location: Berlin

  • Send private message

1

Monday, March 7th 2011, 4:24pm

musiktheoretische Frage zu Versetzungszeichen

Guten Tag,

da ich in letzter Zeit viel mit dem Notensatzprogramm "Lilypond" arbeite, aber keine musiktheoretische Ausbildung erhielt, hoffe ich, dass mir in diesem Forum jemand weiterhelfen kann. Es geht einerseits um Versetzungszeichen. Woher weiß ich beim Komponieren, ob ich beispielsweise ein fis (#) oder ein ges (b) in das Notenprogramm eingeben soll, ist es doch auf der Klaviertur der gleiche Ton ? Von enharmonischer Verwechselung habe ich schon gehört. Da es wohl auf Saiteninstrumenten einen hörbaren Unterschied geben soll, kann ich dies hier nachvollziehen. Leider nicht jedoch bei einem Tasteninstrument. :hmmz: ...

Meine zweite Frage bezieht sich auf Tonarten. Wann entscheidet sich ein Komponist, die Tonart Ces-Dur anstelle von H-Dur zu wählen ? Eigentlich ist es doch das gleiche, oder ?

Vielleicht hat kann mir hier jemand weiterhelfen ... :rolleyes:

Ich danke Euch im Voraus.

Einen schönen Abend noch,

Mathias

2

Monday, March 7th 2011, 6:52pm

Ich hab's damals gehasst :)
Hab es auch nicht mehr so drauf.

Aber war das nicht so, dass es darauf ankommt, woher du aus ner Tonfolge kommst?

Kommst du also von nem D,E oder zB F, wird's ein F#.
Und wenn du halt von "oben kommst, wird ein zB D zu nem verminderten D. Also einem Db.
War doch so, oder? :)

Der Ton ist dann entweder erhöht oder vermindert.
Alles nur, damit Notensätze schön umständlich bleiben.

Ich hab's gehasst :D
______
---Ich bin Atheist.
Gott sei Dank---

3

Monday, March 7th 2011, 7:19pm

Also ich sag dir mal meine absolute Laienmeinung:

Tonarten: In einer absolut reinen Stimmung eigentlich egal (bzw esotherisch), früher waren die Intervalle in jeder Tonart anders, wordurch auch wirklich eine andere Stimmung ausgedrückt wurden
http://de.wikipedia.org/wiki/Tonartencharakter
http://www.koelnklavier.de/quellen/tonarten/dur.html

Mancher dieser Einstufungen haben sich halt auch noch weiter behalten

Nicht zu vergessen natürlich auch noch der praktische unterschied bzgl Tonumfang. Wenn man möchte dass ein Sopran oben am Limit singt, um diesen speziellen Charakter zu haben, muss man das stück halt dementsprechend transponieren.

Bzgl Versetzungszeichen
Ich überleg mir immer was damit denn bewirkt werden soll. Was wirden denn öfter versetzt?
z.B.:
* Doppeldominate: 4. Ton ein halbtonschritt nach oben (und eben nicht 5. ein halbtunschritt nach unten
* Kleine Septime (z.B:: Tonikaseptakkord) 7. einen halbtunschritt nach unten, nicht 6. einen nach oben
* Harmonisch Moll, Septim +0,5
* ...

WIrklich spannend ist es dann bei vermindeten septakkorden, dass die halt noch irgendwie harmonisch unterzubringen sind, da verzweifel ich aber auch immer *g*

Da bin ich mir jetzt aber wirklich nicht mehr sicher ob das jetzt nur meine Auffassung ist, aber damit kann ich zumindestens leichter die herleitungen erklären ;)

Rgds

Romantic
Da ich öfter ironische und nicht ganz ernstgemeinte Postings schreibe, sie jedoch nicht mit ausreichenden Emoticons versehe sicherheitshalber eine Auswahl an Smileys zur freien platzierung in meinen Postings: :) :D ;)

Das wichtigste in der Musik steht nicht in den Noten.
Gustav Mahler

RALO

Unregistered

4

Monday, March 7th 2011, 7:29pm

Hallo Mathias,

mal prinzipiell: die enharmonische Verwechslung hat bei der Musik, die wir hier machen, keinerlei Bedeutung. Sie hat auch keine bei Seiteninstrumenten sondern bei der Art der Stimmung (reine Stimmung, mitteltönige Stimmung etc). Das ist interessant bei Barock oder so.

Die Frage ob Du eine Fis- oder Ges-Tonart wählst, richtet sich danach, wem Du die Noten vorsetzen willst. Ich erzähle Dir mein eigenes Beispiel: ich habe klassische Trompete gelernt. Dazu hatte ich (was heißt hatte, ich habe sie noch immer :-)) eine B-Trompete. Das ist hier so üblich. In USA gibt es dagegen mehr C-Trompeten. In späteren Jahren habe ich Trompete auch in einer Band gespielt. Alle Instrumente in der Band sind C-Instrumente und nun komm ich mit meiner Tröte. Was passiert? Wenn ich ein C spiele müssen die anderen alle ein B spielen um mit mir gleich zu klingen. Eine B-Tonart auf dem Keyboard etc ist kein Act. Die Alternative dazu wäre gewesen, die anderen spielen in C und ich habe statt einem Notenblatt einen Lageplan vom Friedhof vor mir, weil ich vor lauter Kreuzen keine Noten mehr sehe. Dazu kommt, daß man auf einer Trompete leichter B-Tonarten als Kreuz-Tonarten spielt. Besonders auch deswegen, weil meine Noten am häufigsten in B-Tonarten waren und man die dadurch einfach besser kann, weil das den Rest des Orchesters vor Friedhofsplänen geschützt hat (es gibt noch zahlreiche weitere Stimmungen in einem Orchester - wenn ich mich richtig erinnere war ein Tenorsax glaub ein Eb-Instrument). Wenn Du vor diesem Problem nicht stehst, auf die Tasten beschränkt bleibst, dann wähle das was Dir besser liegt.

Grüße,

RALO

Hendi

Hendrik Schwarzer

Posts: 52

Location: Freiburg

  • Send private message

5

Monday, March 7th 2011, 8:59pm

Es kann schon, je nach Instrument sehr wohl hörbare Unterschiede zwischen z.B. Fis und Ges geben.
Die Harfe z.B. kann jede Saite um einen Halbton erhöhen, in der Grundstimmung belassen oder erniedrigen. Das geht über die Pedale mit denen man die Saitenspannung kontrollieren kann.
Bei einem Fis wird die Saite mehr gespannt. Dadurch klingt der Ton etwas kühler, da sich die Saite unter einer höheren Spannung befinden, als bei einem Ges, welches in jedem Fall wärmer und weicher klingen wird (die G-Saite wird weiter entspannt zu einem Ges).

Zudem gibt es in der praxis Tonarten, die im Orchester besser gehen als andere weil Sie leichter zu lesen sind (z.B. D-Dur, Bb-Dur, etc..., eigentlich alle Tonarten möglichst mit b-Vorzeichen und wenigen Vorzeichen). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass angenehme Tonarten unglaublich Zeit bei Scoring-Sessions einsparen und oft klingt es dann auch besser, denn man hört dass sich die Musiker wohl fühlen in der jeweiligen Tonart.

LG,
Hendrik

Harzmusic

Jüngling

Posts: 341

Location: Deutschland

Sequencer: Cubase Studio 4
Cubase 5

  • Send private message

6

Monday, March 7th 2011, 10:34pm

Es hat möglicherweise auch mit der ursprünglichen Musiktheorie zu tun, dass Noten teilweise Traditionell so gesetzt werden. Beispielsweise ist in der Theorie der Intervall vom Es zum Gis keine Quarte, sondern eine übermäßige Terz. Das ist wirr, und der Sinn dessen erschließt sich mir nicht gänzlich, allerdings muss ich den Mist pauken. Irgendeinen Sinn muss es doch haben :D
Ich kann mir vorstellen, dass die Theorie des Notensatzes z.B. keine doppelt übermäßigen Primen erlaubt. Von Cis zu Ces zu gehen u.Ä. ist sehr umständlich zu lesen, und deshalb pauschal evtl. ein no go.
Wenn man die Tonabstände so betrachtet ergeben sich so natürlich nochmal ganz andere einschränkungen im Bezug auf Paralellen, und den Generalbass, der dem Notensatz zu großen teilen zugrunde lag. Eine Quinte ist halt eine Quinte, und keine übermäßige Quarte oder verminderte Sexte, alles andere ist im Generalbass nicht korrekt.
Ich kann mir gut vorstellen dass es damit zusammenhängt.
Grundsätzlich hängt es natürlich von der Lesbarkeit ab. So wenig Auflösezeichen wie möglich, möglichst wenig Krams das den Musiker aus dem Konzept bringen könnte. Entweder es quält sich der Schreiber oder der Leser, gilt auch hier ;)
Vermutlich gibt es auch dabei abstruse Regeln (wie z.B. bei der Bestimmung des Grundtons eines vollverminderten, wer weiß was ich meine ;)) dass zum beispiel er ton möglichst wenig in den Kreuzen stehen muss o.Ä.
Keine ahnung, ist möglich ;)

Das war jetzt nur mein Halbwissen, aber ich wollte es auch mal in den Raum werfen :)
Ei, hab erst jetzt verstanden was romantic geschrieben hat, das ist ähnlich.

This post has been edited 1 times, last edit by "Harzmusic" (Mar 7th 2011, 10:42pm)


The guest access to this forum was limited. Overall there are 12 Postings in this thread.
To read them all you should register yourself.

Social bookmarks