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Harzmusic

Jüngling

  • "Harzmusic" started this thread

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Location: Deutschland

Sequencer: Cubase Studio 4
Cubase 5

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1

Tuesday, September 28th 2010, 8:06pm

Dialoge vertonen

N'abend
Ich bin ja bekanntlich zurzeit an meinen ersten auftragsarbeiten und stelle fest, dass das gar nicht so leicht ist, wie es für mich wirkte, Filme zu vertonen.

Schwierig sind besonders Dialoge. Wie ich las, bin ich da nicht ganz alleine, einige bezeichnen das Scoren von Dialogen als schwierigkeit...

Meine Frage kurz und bündig: Was für Techniken und Konzepte kann man verfolgen um einen Dialog passend zu unterlegen, dabei aber schlussendlich nicht zu langweilen?

Würde mich freuen wenn sich jemand dieser Frage annähme :)

2

Tuesday, September 28th 2010, 8:31pm

um mal eine Pauschalantwort zu geben.... ich hoffe, das meintest du in etwa auch:

Es geht ja darum, die Emotionen zu verstärken oder überhaupt zu zeichnen.
Also überlege, was der jenige gerade ausdrücken will... also welche Emotion er auslösen will.
Und genau das unterstreichst du mit den passenden Sounds.

Worte, die also besondere Aussagekraft haben, können ein kleines musikalisches Element oder Highlight bekommen.
______
---Ich bin Atheist.
Gott sei Dank---

3

Tuesday, September 28th 2010, 8:38pm

@Harzmusik:

Scherzkeks...
Es gibt weder den Film noch den Dialog.
Da könntest du genauso gut fragen, welcher Köder sich am besten zum Angeln eignet.

Und man muss auch nicht des Hellsehens mächtig sein, um zu erahnen, dass hier demnächst mindestens 5 Leute mindestens 7 Meinungen posten werden.

Ich hätte da einen ganz anderen Tipp:
Suche dir Filme raus, die dem Genre deines Auftrags entsprechen und die (wichtig!) irgendwelche Preise fürs Scoring, Sounddesign, usw. abgestaubt haben.
Da kannst du eine Menge lernen.
Und das sogar von richtigen Profis.
Wenn Gott gewollt hätte, dass sich die Menschen knuddeln, hätte Gott die Menschen flauschig gemacht.

LordPreston

LordPreston

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4

Tuesday, September 28th 2010, 8:39pm

da gibts wohl die unterschiedlichsten herangehensweisen.
ich habe für mich herausgefunden, das es gut funktioniert die musik losgelöst vom dialog bzw. der szene zu erstellen.
also dialog anschauen und ein konzept für die musik machen. worum gehts im dialog und worum soll es in der musik gehen?
wird gestützt , also verstärkt oder dagegen gearbeitet, welche emotionen sollen transportiert werden, soll die musik fließen oder bremsen, welche (leit)motive sollen auftauchen uswusw.
dabei auf keinen fall nur auf den dialog bzw. diese szene hin arbeiten. passende musik für eine szene zu erstellen ist ziemlich einfach, deswegen funktionieren temp-traks hier auch recht gut. schwierig ist die horizontale ebene, der gesamte verlauf, eben das die musik des films in sich stimmig ist, eine farbe hat, atmosphäre aufbaut und nicht in 10 einzelne tracks zerfällt. wichtig ist die instrumentation. achte auf instrumente mit formanten im sprachbereich, nicht gut für dialog.
keine angst zu langweilen, oder mal was zu wiederholen. insgesamt gilt: weniger ist oft mehr. dramatische szenen mit dramatischer musik funktionieren oft nicht, beides hebelt sich aus. beim komponieren (siehe oben) am besten gar nicht die video-spur ins projekt importieren. wenn die musik gut ist und "passt" ergeben sich automatisch cues zum bild.

LordPreston

LordPreston

Posts: 269

Location: Berlin

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5

Tuesday, September 28th 2010, 8:42pm

>Also überlege, was der jenige gerade ausdrücken will... also welche Emotion er auslösen will.
>Und genau das unterstreichst du mit den passenden Sounds.

also, als pauschalantwort würde ich das so überhaupt nicht unterschreiben. genau das macht manchmal schlechte filmmusik aus.
klar ist das doppeln eine möglichkeit, aber oft die unspannendste. also, vielleicht lieber danach schauen, was noch nicht da ist und was ein passendes puzzlestück dazu darstellen könnte.

6

Tuesday, September 28th 2010, 8:50pm

>Also überlege, was der jenige gerade ausdrücken will... also welche Emotion er auslösen will.
>Und genau das unterstreichst du mit den passenden Sounds.

also, als pauschalantwort würde ich das so überhaupt nicht unterschreiben. genau das macht manchmal schlechte filmmusik aus.
klar ist das doppeln eine möglichkeit, aber oft die unspannendste. also, vielleicht lieber danach schauen, was noch nicht da ist und was ein passendes puzzlestück dazu darstellen könnte.



Ganz wichtig. Hab ich vergessen zu erwähnen. Wenn der Darsteller schon auf die Tube Haut, ist es meist besser, nach dem Jing u Jangprinzip die Tune bei der Musik zurückzuhalten.

Allerdings kenn ich dann doch viele Schauspieler, die da doch zu dezent spielen :)
Deutsche Theaterschule halt :)
______
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Gott sei Dank---

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